Orden

Bei einem Diözesanjugendtag, der unter dem Thema stand: „Warum ich heute im Orden bin“, stellte sich eine junge Ordensschwester einem Interview. Vor mehreren hundert Jugendlichen wurde sie gefragt: „Schwester, warum geht man heute eigentlich ins Kloster?“ Spontan antwortete die Schwester: „Um ganz für andere dazusein.“ Der jugendliche Reporter fragte zurück: „Um ganz für andere dazusein – muß ich denn dazu ins Kloster gehen?“ „Nein, eigentlich nicht“, gab die Schwester zu und suchte etwas verlegen nach einer besseren Antwort. „Wir sind im Kloster, um Gott ganz nahe zu sein.“ Wieder kam die Frage kritisch zurück: „Aber muß ich denn dazu ins Kloster gehen?“ Lächelnd, doch innerlich furchtbar aufgeregt, suchte die Schwester nach neuen Antworten, aber immer mußte sie hören: „Muß ich denn dazu ins Kloster gehen?“

Nun versuchte sie sich in ihrer Aufregung zu sammeln und stellte sich selber die Frage: Warum bin ich denn im Kloster? – Und dann konnte sie die Antwort geben, sicher und ruhig, klar und sachlich: „Ich bin im Kloster, weil ich glaube, daß Gott es so von mir will.“

Reinhard Körner

Ordensberufung

Wer heute in einen Frauenorden eintreten will, ist eingeladen, Gott absichtslos zu lieben. Es braucht dazu keinen anderen Grund.

Ihn lieben in allem, was das Leben ausmacht: in allen Begegnungen, in allem, was ich denke, was ich fühle, in allem, was ich tue. Ihn lieben in Augenblicken dankbarer Freude, ihn lieben in den Gewohnheiten des Alltags, ihn lieben in Situationen des Konfliktes, ihn lieben in jedem Schmerz, selbst im Schuldigwerden. Ordensleben will ein Lobpreis sein. Es ist der Welt geschenkt, um Frohe Botschaft zu sein: Gottes Gegenwart in der Welt trägt keinen anderen Grund in sich als reine, sich schenkende Liebe.

In einem Orden sammeln sich Frauen, die Gott begegnet sind, seine Wirklichkeit erfahren haben und von dieser Erfahrung her eine Flamme im Herzen tragen, die sich nicht mehr löschen läßt. Es sind Menschen, die sich zusammentun, um diese Flamme zu schützen und sie – zum Feuer geworden – in die Welt hineinzutragen. Mit ihrem gemeinsamen Leben bezeugen sie, daß der Geist Gottes die Welt wandeln will, um sie zur Liebe zu befreien.

Ein Leben nach den „evangelischen Räten“ in Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam ist somit nicht zuerst Verzicht, sondern ist eine von Gott geweckte und von seinem Feuer geformte Lebensgestalt der Liebe, die von sich weiß, daß sie nur in Gemeinschaft ihre volle Berufung entfaltet. Das Samenkorn für ein solches Leben ist die allen Christen gemeinsame Taufe und das glaubende, hoffende, liebende Ja des Menschen zu Gottes Zukunft mit der Welt.

Ordensfrauen sind Menschen mit einer notwendigen Distanz zu den Unfreiheiten dieser Welt. Mit ihrer ganzen Existenz machen sie sich fest an der Liebe, der Weite und der Kraft Gottes und stellen sich in seinen Dienst.

Voraussetzungen

Für die Mitgliedschaft in einem Orden gibt es Voraussetzungen, die von Gemeinschaft zu Gemeinschaft unterschiedlich sind. Ein Missionsorden hat zum Beispiel andere Anforderungen als ein kontemplativer Orden. Im Kontakt mit einer Ordensgemeinschaft können die unterschiedlichen Anforderungen erfragt werden. Alle Gemeinschaften setzen für eine Mitgliedschaft voraus:

  • menschliche Reife und Beziehungsfähigkeit
  • körperliche und psychische Belastbarkeit
  • den Willen, nach den evangelischen Räten in Gemeinschaft zu leben
  • einen lebendigen, in der Kirche verankerten Glauben
  • eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus

Jedenfalls muß in diesen Punkten ein gesundes, entwicklungsfähiges Fundament gelegt sein. Außerdem braucht es eine große Bereitschaft, sich auf eine neue Lebensform einzulassen und Jesus entschieden nachzufolgen im Sinne des Charismas des jeweiligen Ordens.

Erkennungszeichen einer Berufung

Wie kann eine Ordensberufung erkannt werden?

Grundlegend gelten hier die allgemeinen Kriterien für das Erkennen des Willens Gottes. Das verlangt Einübung. Nur wer einen Weg mit Gott geht, kann vertraut werden mit seinerWegführung. Eine große Hilfe ist eine geistliche Begleitung durch einen Menschen, der selbst den Weg der Berufunggegangen ist und immer wieder neu geht. Aber niemand kann mir von außen sagen, was Gott von mir will.

Jede Berufung – und so auch eine Ordensberufung – ist die Frucht eines Dialogs zwischen dem rufenden Gott und dem hörenden, freien Menschen. Dieser Anruf ist oft leise. Man muß nicht auf außergewöhnliche Ereignisse, nicht auf mystische Erfahrungen warten. Aber man muß lernen und sich darin einüben, den Anruf Gottes zu hören und darauf zu antworten.

Die nachfolgenden Kriterien sind Gesichtspunkte für eine verantwortbare Entscheidung. Sie sind keine Checkliste und kein Eignungstest. Es werden aber wichtige Punkte genannt, bei deren überwiegendem Fehlen eine Ordensberufung eher auszuschließen ist.

Es bleibt aber die jeweils ganz persönliche Geschichte und das vertrauensvolle Gespräch mit verantwortlichen Mitgliedern der Ordensgemeinschaften selbst. Über eine Ordensberufung kann niemand allein entscheiden; jeder muß den Ruf hören: „Komm!“ Das wird auch konkret durch die Oberen der Orden, die zum Mitleben in der Gemeinschaft einladen oder eine Zulassung aussprechen.

Entscheidungshilfen

1. Wachsende Unruhe in der Tiefe des Herzens
Es gibt eine Unruhe im Herzen, die sich so artikuliert: „Das kann doch nicht alles sein!“ Das ist nicht zu verwechseln mit Unzufriedenheit oder mit Flucht aus der Realität. Die Unruhe in der Tiefe des Herzens kann ein Anzeichen dafür sein, daß Gott mich in eine größere Nähe ruft.

2. Wachsende Sehnsucht, nach dem Evangelium zu leben

Es kann ein Zeichen der Berufung in einen Orden sein, wenn immer mehr der Wunsch wach wird, so zu leben, wie Jesus selbst gelebt hat: ohne falsche Kompromisse, in einem totalen Vertrauen auf Gott, in großer Freiheit und Unabhängigkeit von materiellen Bedürfnissen… Es darf allerdings nicht nur beim Wunsch bleiben.
Ein Echtheitskriterium ist, ob man auch erste Schritte geht und das Evangelium im Alltag zu leben beginnt.

3. Wachsende Freude am selbstlosen Dienst für andere

Ob im Herzen eine geistliche Berufung wächst, kann sich auch zeigen an einer zunehmenden Freude, Menschen zu helfen und ihnen zu dienen.
Konsum-Mentalität, Karrieredenken und egoistische Lebenseinstellung werden dann immer mehr als hohl und lebensfeindlich durchschaut. Es kann ein Anruf sein, wenn ich erfahre, daß mich selbstloses Dienen glücklich macht.


4. Wachsender Wunsch, den Glauben weiterzugeben

Oft steht man mit seiner Glaubensüberzeugung allein. Ein Zeichen der Berufung kann es sein, wenn ich zwar andere Menschen in ihren Fragen und in ihrem anderen Denken verstehe und respektiere, gleichzeitig aber so viel Freude am Glauben finde, daß ich davon überzeugend reden kann und ihn gerne anderen weitergeben will. Vielleicht drängt es mich zum Beispiel, einen Bibelkreis zu gründen. Jedenfalls ist eine Ordensberufung nicht Flucht, sondern Einsatz für das Evangelium.


5. Wachsende Bereitschaft, Gemeinschaft mitzutragen

Jeder Christ muß auf eigenen Beinen stehen und selbständig sein.Wer seine Verantwortung oder seine Persönlichkeit an eine Gruppe abtreten will, ist im Orden nicht am rechten Platz. Wenn in mir aber eine Offenheit wächst, mich in eine Lebensgemeinschaft aus dem Evangelium einzubringen und Mitverantwortung zu übernehmen, kann das ein Anruf sein. Die Nachfolge Jesu wird konkret, wenn ich michfrei dafür entscheiden kann, mich selbst loszulassen und nach einer verbindlichen Gemeinschaftsregel zu leben.


6. Wachsende Offenheit für den Weg der christlichen Ehelosigkeit

Der Weg in einen Orden kann damit beginnen, daß die Einladung Jesu, um des Himmelreiches willen ehelos zu leben, als eine sinnvolle Lebensmöglichkeit entdeckt und zunehmend als ein Weg der Liebe verstanden wird. Jesus sagt: „Wer das erfassen kann, der erfasse es.“ (Mt 19,12) Ein Zeichen einer Ordensberufung könnte sein, wenn mich der Verzicht auf Ehe, auf sexuelle Beziehung und eigene Kinder zwar schmerzt, in mir aber doch eine liebende und tragfähige Freundschaft zu Jesus Christus wächst, die mich dazu drängt, Jesus diesen Verzicht zu schenken, um Ihm ganz anzugehören. Die Berufung zum Ordensleben wird sich auch darin zeigen, ob sich der Bereich der Sexualität und der Beziehungen zu anderen Menschen zunehmend so ordnet und integriert, daß ein eheloses Leben lebbar und sinnvoll erscheint.


7. Wachsendes Hingezogensein zu Gott
Das geistliche Leben ist mehr als eine punktuelle Begeisterung; es geht um ein zunehmendes Gezogenwerden in die Nähe Gottes. Da gibt es zwar noch viele Lükken und Rückschläge im geistlichen Leben, aber es bleibt dieses Hindrängen zu Gott. Es wird deutlich: Ohne eine intensive Beziehung zu Gott kann ich nicht leben. Konkret kann das werden in der wachsenden Liebe zum Gebet, zur Stille, zur Bibel, zur Eucharistiefeier.


Die Frage

Im Grunde ist die Frage nach der Berufung zugleich die Frage nach dem Sinn meines Lebens: Warum lebe ich eigentlich? Wozu soll mein Leben gut sein? Wofür will ich es leben? Ich kann darauf antworten, indem ich meinem Leben einen Sinn gebe, mir eine entsprechend hohe Aufgabe suche und mich ganz dafür einsetze. Der Christ allerdings glaubt nicht, dass sich der Mensch erst selber einen Sinn geben muss. Er rechnet damit, dass Gott weiß, wofür er den einzelnen gedacht hat. Den Sinn meines Lebens kann ich mir nicht geben, ich muss ihn finden, denn er ist bereits da! Es ist ein folgenreicher Unterschied, ob ich frage: Was will ich aus meinem Leben machen? oder: Herr, was willst du, was soll ich tun? Schon an der Art, wie ich frage, wird sich meine Zukunft entscheiden, ob ich nämlich das Gebäude meines Lebens nach eigenen Bauplänen errichte oder "aus Berufung lebe" und "die Bauleitung" Gott übergebe.


Reinhard Körner Ordensberufung

Vielfalt

Es gibt viele verschiedene Ordensgemeinschaften; in manchen Orden leben nur Priester, nur Brüder (Laien) oder Priester und Brüder zusammen. Viele Ordensgemeinschaften haben eine große Anzahl verschiedener Aufgabenfelder, manche haben sich auf ein bestimmtes Gebiet (z. B. Dienst am Kranken oder Jugendarbeit) spezialisiert. Schon äußerlich unterscheiden sie sich durch ihre Kleidung: Von der einfachen braunen oder grauen Kutte bis zum schwarzen, weißen oder schwarz-weißen wallenden Habit sind sehr unterschiedliche Formen zu finden. Andere Ordensleute sind von Weltpriestern oder von Laien äußerlich nicht zu unterscheiden. So vielfältig wie die Kleidung sind auch die Ordensgemeinschaften selbst. Man kann zwei große Gruppen unterscheiden: es gibt "aktive" und "kontemplative" Orden; wobei gleich dazugesagt werden muss, dass auch die "tätigen" Ordensleute meditieren und auch die "beschaulichen" etwas tun. Dennoch ist die grobe Unterscheidung hilfreich, weil sie zwei wichtige Seiten des Ordenslebens beleuchtet, die in jeder Ordensgemeinschaft in unterschiedlicher Gewichtung vorkommen. Aktion Die "aktiven" oder "tätigen" Orden wirken heute nahezu in allen sozialen Bereichen der Gesellschaft und im Apostolat der Kirche: in Schulen, bei Jugendlichen, in Heimen, Krankenhäusern, bei körperlich oder psychisch Kranken, in Pfarreien, in der Wissenschaft, in der Öffentlichkeitsarbeit & Überall mühen sie sich, die Frohbotschaft mit Worten und Taten zu künden und gemeinsam zu leben. Wo sie arbeiten, wird das Leben der Menschen vom Evangelium her verändert. Die Quelle ihres Engagements ist die Liebe zu Jesus Christus. Aus dem Gebet, dem Gottesdienst und dem Leben in der geistlichen Gemeinschaft des Ordens schöpfen sie Kraft für ihren Dienst.

Kontemplation
Die "kontemplativen" oder "beschaulichen" Orden leben bewusst in der Abgeschiedenheit. Ihre Mitglieder suchen die Stille und Einsamkeit. (Man nennt diese Ordensleute deshalb auch Mönche, von lateinisch "monachus" = einsam, allein lebend.) Sie führen vorwiegend ein Leben in Gebet, Meditation und Handarbeit. Häufige Gebetszeiten ("Chorgebet") wechseln mit Zeiten der Arbeit. Nach dem Leitwort "ora et labora" ("bete und arbeite!") verbinden sie die Meditation mit der Arbeit. Sie leben zwar in Abgeschiedenheit und Stille, aber sie schließen die Welt und die Menschen nicht aus. Im Gegenteil nehmen sie alle mit hinein in ihr Gebet und leisten so einen wichtigen Dienst für den Frieden und die Versöhnung der Menschen.

Charisma

Die einzelnen Ordensgemeinschaften stellen je nach der von ihrem Gründer oder ihrer Gründerin gestellten Aufgabe besondere Merkmale Jesu in den Mittelpunkt: Jesu Liebe zu den Armen und Geknechteten, seine Option für die Ausgestoßenen, Jesus als Arzt der Kranken, als Träger der frohen Botschaft für alle Menschen, sein Gebet und sein Vertrauen auf den Vater & Keine Gemeinschaft kann alle Aspekte leben. Indem die einzelnen Orden je andere Wesenszüge Christi aufgreifen und leben, bringen sie etwas Unverzichtbares in das Leben der Gesamtkirche ein. Sie halten etwas von Jesus in der Mitte der Gläubigen lebendig. Die Auswahl, welche Seite Jesu eine Gemeinschaft besonders lebt, geschieht nicht willkürlich. Sie hat etwas zu tun mit dem Auftrag, den Gott den Gründern gegeben hat. Der Heilige Geist hat ihnen ein besonderes ? Charisma? (griechisch = Gnadengabe des Heiligen Geistes) geschenkt, das in der Ordensgemeinschaft weiterlebt. In der Kraft des Geistes schufen sie Zellen der Erneuerung des kirchlichen Lebens, Basis-Gruppen der Hoffnung und der Zuversicht ? oft gegen herrschende Selbstgefälligkeit und Dekadenz in Kirche und Gesellschaft. Sie fühlten sich berufen, den Menschen die Liebe Gottes durch ihr eigenes Charisma erfahrbar zu machen. Sie zogen viele Gleichgesinnte an, die sich ihre Aufgabe angeeignet und ihr Persönliches dazugegeben haben. Für die Mitgliedschaft in einem Orden ist entscheidend, ob die persönliche Wegführung und Berufung des Bewerbers in Grundlinien übereinstimmt mit dem Charisma der Gemeinschaft, das sie von ihrem Gründer empfangen hat.

Weg in den Orden

Das Hineinwachsen in einen Orden ist ein Weg in vielen Schritten. Dieser Weg kann sich je nach Ordensgemeinschaft unterscheiden; er ist auch davon abhängig, was die einzelnen Interessenten und Bewerber an Voraussetzungen mitbringen. Im Einzelfall muss man mit den Verantwortlichen der Orden sprechen und einen Weg suchen. Trotz der Unterschiede kann man folgende Phasen benennen, die je nach Person und Gemeinschaft ausgefüllt werden:

Kontakt und Interesse
Am Anfang steht eine Suchphase. Es entstehen erste Kontakte, vielleicht zu mehreren Orden. (Viele Ordensgemeinschaften bieten die Möglichkeit an, gastweise "Kloster auf Zeit" zu erleben.) So wächst ein Interesse am Leben dieser Brüder oder Priester. In Gesprächen lassen sich erste Fragen klären.

Vertieftes Kennenlernen
Der Kontakt zu einer Gemeinschaft vertieft sich so, dass die Möglichkeit eines Weges in diese Richtung ernsthaft in Erwägung gezogen wird. Es finden vertiefende Gespräche mit Mitgliedern des Ordens statt, die für diese Phase besonders beauftragt sind. Sie sollen helfen, Motivationen abzuklären, tiefere Einblicke in das Ordensleben allgemein und in diese Gemeinschaft im besonderen zu gewinnen und eine verantwortbare Vorentscheidung zu treffen. Vielleicht müssen auch noch Voraussetzungen für einen weiteren Weg geschaffen werden: Schul- oder Berufsabschlüsse, Lebenserfahrungen, Praktika...

Erster Schritt der Verbindlichkeit
Diese Phase wird unterschiedlich benannt: "Kandidatur" oder "Postulat" (von lateinisch "postulare" = verlangen; d. h. die Mitgliedschaft erbitten). Für diese Zeit, auch wenn sie teilweise noch außerhalb des Klosters verbracht wird und unterschiedlich lang sein kann, gilt schon eine verbindliche Ordnung. Es handelt sich um eine engagierte Zeit der Abklärung, des gegenseitigen Kennenlernens und der Entscheidungsfindung. Grundlagen des geistlichen Lebens und des Lebens in Gemeinschaft werden erprobt und eingeübt.

Noviziat
Die entscheidende Phase ist das Noviziat (von lateinisch "novus" = neu). Zum Noviziat muss man von der Ordensleitung zugelassen werden. Es ist eine intensive Zeit der Einführung ins Ordensleben und in den konkreten Orden. Schwerpunkte sind: Reifung der Persönlichkeit, Integration in die Gemeinschaft, Wachstum und Vertiefung des geistlichen Lebens im Sinne der Evangelischen Räte und des jeweiligen Ordenscharismas. Das Noviziat endet mit einer ersten (zeitlich begrenzten) Bindung an die Gemeinschaft durch die Ordensgelübde.

Vertiefung und endgültige Bindung
Es folgen Jahre der weiteren Vertiefung, der Ausbildung und Bewährung. Nach mehreren Jahren folgen in der Regel die "ewigen" (feierlichen) Gelübde, gegebenenfalls die Priesterweihe. Auch das weitere Ordensleben ist ein Weg des Reifens und vor allem des Wachsens in der Liebe.

Ausbildung
Je nach den Aufgaben der Gemeinschaft und je nach der Einzelpersönlichkeit sorgen die Orden für eine entsprechende Aus- und Fortbildung ihrer Mitglieder. Dabei wird auf den vorausgehenden Schul- und Ausbildungsgängen aufgebaut. Brüder machen in der Regel eine Lehre, eine Meisterausbildung oder akademische Ausbildung in den verschiedensten handwerklichen, technischen, medizinischen, sozialen, pädagogischen oder wissenschaftlichen Berufen. Missionare werden intensiv auf ihren Einsatz in dem jeweiligen Land vorbereitet, wobei das Erlernen fremder Sprachen Grundvoraussetzung ist. Die Ausbildung zum Priester umfast das Studium der Philosophie und Theologie an Ordenshochschulen oder an Universitäten. Viele Ordensbrüder oder -priester werden durch weitere spezielle Ausbildungen oder Studien auf Dienste im Orden, in der Kirche und Gesellschaft vorbereitet. Hier gibt es eine große Vielfalt. Die Entscheidung über die Ausbildung und den Einsatz liegt bei den Ordensleitungen, die mit dem einzelnen Bruder oder Priester beraten, was die Wegführung Gottes ist.


Kontakt Orden


Barmherzige Schwestern vom Hl. Vinzen von Paul


Schwester Birgit Bohn
Kanalstraße 22-24
36037 Fulda
Tel. 0661/285-0


Monastische Familie von Betlehem


Kloster Marienheide

Wollstein

37284 Waldkappel
DEUTSCHLAND
Tel: 05656 - 923931

 


Bildunterschrift des 1. Bildes


„Ich bin Ordensfrau und lebe gerne meine Berufung als Barmherzige Schwester, weil sie mir die Möglichkeit gibt, mit anderen zusammen das Leben aus dem Glauben heraus zu deuten und zu gestalten.“
Sr. Dominika Krönung, Vinzentinerin, Fulda

 

Die "Berufunggs-App"

Vielleicht: Ein digitales Hilfsmittel zum Finden der eigenen Berufung

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